Stiftung Die Gute Hand - Heilpädagogische Wohngruppen

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Heilpädagogisches Kinderdorf Biesfeld

Heilpädagogische Wohngruppen

In den Heilpädagogischen Wohngruppen leben je 7 - 10 Kinder und Jugendliche in einem geräumigen und atmosphärisch schön gestalteten Haus zusammen. Sie sind in der Regel 6 bis 14 Jahre alt und zeigen unterschiedlichste Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Störungen.

Durch den alltagspädagogischen Rahmen, die gemeinsamen Aktivitäten, die individuelle Förderung, durch heilpädagogische oder psychotherapeutische Behandlung und die begleitende Familienarbeit werden bei Kindern und Eltern die Kompetenzen so gestärkt oder neu aufgebaut, dass nach ca. 2 - 3 Jahre eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie wieder möglich ist.

Zielgruppe
Wir betreuen Kinder im Aufnahmealter von ca. 6 - 12 Jahren (in Ausnahmefällen auch älter) mit komplexen Verhaltens- und Lernauffälligkeiten, die ambulant nicht hinreichend behandelt werden konnten und die ihre weitere Entwicklung deutlich gefährden oder beeinträchtigen, wie zum Beispiel:

  • Hyperkinetische Syndrome
  • Teilleistungsstörungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Asperger Syndrom
  • Hirnorganische Psychosyndrome und
  • Emotionale Störungen.

 Ausschlusskriterien
  • Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen.

Zugang
  • Kostenübernahme durch das örtlich zuständige Jugendamt. Nach Erstellung eines Hilfeplanes gemeinsam mit den Sorgeberechtigten erfolgt die Beantragung der Hilfe zur Erziehung gemäß §§ 27 f., 34 oder 35 a SGB VIII.
  • Psychologische Diagnostik und/oder kinderpsychiatrischer Befund
  • Bereitschaft zu einer Betreuungszeit von ca. 2 - 3 Jahren
  • Bereitschaft der Eltern zur Mitarbeit

Ziele
In der individuellen Entwicklung:
  • Behandlung der psychischen Störung
  • Erweiterung des Verhaltensrepertoires
  • Verbesserung der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit
  • Steigerung der Selbstwirksamkeit
  • Realistische Einschätzung eigener Stärken und Schwächen
  • Altersangemessene Leistungsfähigkeit

In der sozialen Entwicklung:
  • Aufbau einer verbesserten Konfliktfähigkeit
  • Erweiterung der sozialen Kompetenzen
  • Selbständige Alltagsbewältigung
  • Förderung angemessener Freizeitaktivitäten
  • Entwicklung musisch-kreativer Interessen

Im Lebensumfeld
  • enge Kooperation mit der Familie
  • Gestaltung angemessener familiärer Beziehungen
  • Integration in das soziale Umfeld

Pädagogik/Therapie
Das soziale Miteinander innerhalb der Kindergruppe bietet ein gutes Lernfeld und zusammen mit dem positiven Modellverhalten der pädagogischen MitarbeiterInnen die Möglichkeit, eigenes Verhalten zu korrigieren.

Individuelle, heilpädagogische Förderung oder psychotherapeutische Behandlung sind fester Bestandteil der Arbeit und ergänzen die verhaltenstherapeutisch orientierte Pädagogik im Gruppenalltag. Durch individuelle Beziehungsangebote sowie Feste, Feiern und Ferienfahrten schaffen wir ein Klima der Annahme und Akzeptanz, in dem positive Veränderung möglich wird.

Bildung und Unterricht
Die Kinder besuchen unsere hauseigene private Ersatzschule (Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung), können jedoch auch öffentliche Regelschulen der Umgebung nutzen. Ziel ist es, in kleinen Klassen eine neue Lern- und Leistungsmotivation aufzubauen, so dass Schule wieder Spaß macht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
In jeder Gruppe ist ein Team von ErzieherInnen und SozialpädagogInnen tätig, das durch eine/n HeilpädagogIn, einen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und eine/n MitarbeiterIn für die begleitende Familienarbeit ergänzt wird.
Das Team wird beraten und unterstützt durch eine/n Diplom PsychologIn und einen Kinder- und Jugendpsychiater.

Kontakt und Aufnahmeanfragen