Stiftung Die Gute Hand - Konzept

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Konzept

Die auf Kostendruck und Legitimierungszwänge zurückgehende Diskussion um die Qualität sozialer Arbeit stellt neue Herausforderungen an das Feld der Jugendhilfe. Interessen von Kostenträgern und Adressaten stehen sich hier zum Teil diametral entgegen. Auf Einrichtungen der Jugendhilfe kommen völlig neue Aufgaben im Bereich des Sozialmanagements zu.

In diesem Zusammenhang muss es Aufgabe der Einrichtungen sein, die Qualitätsentwicklung im Sinne einer zunehmenden Wirksamkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Auch unter Kostengesichtspunkten gilt es, dies als Königsweg zu mehr Effizienz offensiv zu vertreten.

Ziele von quer sind daher:

  • die Entwicklung von Instrumenten zur Qualitätsbeurteilung und die Untersuchung von Effekten (z. B. der Zugewinn an Kompetenzen oder die Abnahme von Verhaltensauffälligkeiten beim Kind oder die Steigerung der Ressourcen im familiären Umfeld);
  • die Untersuchung von Wirkfaktoren, die hinter dieser Ergebnisqualität stehen (z. B. Prozessmerkmale wie Kooperation mit den Eltern oder die Interaktion mit dem Kind);
  • die Unterstützung und Beratung von Organisations- und Personalentwicklungsprozessen in Einrichtungen (z. B. Neustrukturierung der Dokumentation, Einführung von Selbstevaluation oder Systematisierung von Planungsprozessen);
  • die Qualifizierung von Fachkräften, um derartige Entwicklungsprozesse von Einrichtungen zu ermöglichen (z. B. in Form von Workshops, Seminaren oder Fachtagungen);
  • ein aktives Vertreten von Positionen in der Qualitätsdebatte, die Jugendhilfe im Sinne von Adressaten und Einrichtung voranzubringen
Methodisch fühlt sich quer zum einen der empirischen Sozialforschung verhaftet, zum anderen werden Ansätze aus dem Qualitätsmanagement und der Organisationsentwicklung bzw. der Organisationstheorie integriert. Entsprechend interdisziplinär zusammengesetzt ist das Team wissenschaftlicher Mitarbeiter/-innen, die aus der Klinischen Psychologie, der Organisationspsychologie, der Heilpädagogik und der Erziehungswissenschaft kommen.

Die Arbeit des Instituts profitiert von der kommunikativen und räumlichen Nähe zum Heilpädgogisch-psychotherapeutischen Zentrum der Stiftung Die Gute Hand, das über langjährige Erfahrungen im Bereich der ambulanten, teil- und vollstationären sowie schulischen Betreuung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien verfügt.