Stiftung Die Gute Hand - AEH-Sommerfreizeit 2006 in Eikamp

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Pädagogen erzählen
AEH-Sommerfreizeit 2006 in Eikamp
Kurzbericht über die Arbeit im EIF-Projekt





Ambulante Dienste

AEH–Sommerfreizeit ´06 in Eikamp

Gar nicht weit von Biesfeld entfernt, haben wir zu zwei Kolleginnen mit vier Jungs und einem Mädchen einige wunderschöne und ereignisreiche Tage im Kramerhof in Eikamp verbracht.
Das Haus lag abseits vom Dorf in einem kleinen Wäldchen, ringsherum umgeben von Weiden und alten, dickstämmigen, hochgewachsenen Buchen, die sich wunderbar als Kletterbäume eigneten.

Wir zogen dort mit zwei Jungs aus dem Bereich der Ambulanten Erziehungshilfen und zwei Kindern aus einer Erziehungsstellenfamilie ein. Am vorletzten Tag kam ein Mädchen aus dem Bereich der Ambulanten Erziehungshilfen dazu. Die Altersspanne lag diesmal zwischen 5 und 12 Jahren und stellte in der Planung zunächst eine Herausforderung dar. Vor Ort jedoch war das unterschiedliche Alter der Kinder kaum noch von Bedeutung. Der für einige Tage völlig andere Rahmen machte es möglich, recht unbefangen und entspannt miteinander umzugehen. Ausschließlich gutes Wetter hat dazu beigetragen, dass wir viel Zeit im Freien verbringen konnten, was positive Energie und liebevolles Miteinander gefördert hat. In der Programmgestaltung haben wir uns fast ausschließlich daran orientiert, was in der Umgebung möglich war. Wir haben Bäche erkundet, Kletterbäume „erklettert“, Holz für das allabendliche Feuer von weit hergeschleppt und dabei die Erfahrung gemacht, dass es zwar praktisch zu sein schien, die Schubkarre so voll wie möglich zu machen, der Rückweg sich aber als sehr mühsam oder gar unmöglich gestaltete. Die Möglichkeiten des natürlichen Lernens und den Umgang mit den persönlichen oder auch gegebenen Grenzen war vielfältig und genau das entsprach unserer Ferienidee. Von Playstation, Computer o.ä. war kaum die Rede. Laut brüllende Kühe, schaukeln, schwingen, klettern und ein Sternenhimmel in der Nacht waren bevorzugte Gesprächsthemen.

Im nächsten Jahr wird voraussichtlich wieder eine Freizeit stattfinden, u.a., um den Familien Zeiten der Entspannung zu ermöglichen. Nach einigen Tagen Pause voneinander, können alle beteiligten Familienmitglieder wieder freier und motivierter aufeinander zugehen. Und für uns als Mitarbeiterinnen sind solche Unternehmungen natürlich auch sehr bereichernd. 

Ulrike Vorderstemann, Lisa Groove