Stiftung Die Gute Hand - Familienhaus

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Haus Nazareth Leverkusen

Familienhaus

für Kinder und ihre Eltern/-teile

- Inobhutnahme 
- Diagnose und Perspektivenklärung
- Kompetenzvermittlung

HN - Familienhaus - Prinzessinnenzimmer
Kinderzimmer

Kurzbeschreibung
Das Konzept des Familienhauses ist ein Element zur Unterstützung von Eltern-Kind-Beziehungen.
Im Unterschied zu den ambulanten Familienangeboten (SpFH, FAM, FIM, FSP) steht im Familienhaus der Kinderschutz im Mittelpunkt und die vorübergehende akute familiäre Krise, was nicht ausschließt, dass wir mit ähnlichen Elementen der Familienstabilisierung arbeiten.
Der Kindesschutz und die krisenhafte Situation machen eine stationäre Hilfe für das Kind und teilweise der primären Bezugspersonen zumindest für eine bestimmte Zeit erforderlich.

Das Familienhaus beinhaltet:

- 2 - 3 Inobhutnahmeplätze für Kinder, evtl.
  auch für Elternteile
- Stationäre/teilstationäre Abklärungsplätze für Kinder
  und/oder Elternteile mit Kind/ern
- Stationäre und teilstationäre Plätze für Eltern mit Kind/ern
  im Alter von 0 - 6 Jahren
- Ambulante Nachbetreuung in der Familie

Zielgruppe

- Kinder, eventuell auch mit Elternteilen,
  die in Obhut genommen werden
  müssen gemäß § 27 in Verbindung
  mit § 42 SGB VIII
- Kinder, die in Obhut genommen wurden
  und deren Perspektive geklärt
  werden muss gemäß § 27 in
  Verbindung mit § 34 SGB VIII
- Mütter/Väter mit jüngeren Kindern aus schweren
  Belastungssituationen, deren gemeinsame
  Perspektive geklärt werden muss gemäß § 27 in
  Verbindung mit §§ 34 oder 31 (als Sondermaßnahme) SGB VIII
- Mütter/Väter mit jüngeren Kindern die nach der Abklärungsphase an einer
  neuen gemeinsame Perspektive arbeiten und stationär verbleiben gemäß 
  § 27 in Verbindung mit §§ 34 oder 31 (als Sondermaßnahme) SGB VIII

Ausschlusskriterien
Eltern mit akut psychischen Erkrankungen, die stationär behandlungsbedürftig sind, können nicht aufgenommen werden (z. B. Eltern mit Suizidgefährdung)
Ebenso können Eltern mit akutem Drogenmissbrauch nicht betreut werden. Sie benötigen ein anderes pädagogisches Setting.

Ziele
Ziel des Konzeptes ist es den Familien zu helfen, wieder ein eigenverantwortliches Leben mit den Kindern zu führen und die Eltern zu einem kindeswohlorientiertem und möglichst selbständigen Leben zu befähigen. Das Familienhaus ermöglicht durch die stationäre oder teilstationäre Aufnahme der Eltern/teile, die sonst mit einer Inobhutnahme verbundene Trennung zu verhindern, dem Kind Schutz zu gewähren, dem Familiensystem Entlastung und Entspannung zu verschaffen, um weitere Schritte und Möglichkeiten zu suchen, zu erarbeiten und einzuüben. Dabei geht es darum, die vorhandenen Ressourcen der Familie zu stärken und (wenn nötig mit anderen Hilfestellungen) langfristig zu stabilisieren. Wenn Eltern aufgrund gravierender Defizite dazu nicht in der Lage sind, muss eine kindeswohlorientierte Entscheidung getroffen werden.
Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt.

Inobhutnahme
- Schutz für die betroffenen Kinder garantieren
- Krisenintervention

Diagnose und Perspektivenklärung
- Förderdiagnostik
- Interaktionsbeobachtungen und Diagnose von Familiensystemen
- Durch die stationäre Abklärungsphase ist eine größere Konzentration
  auf das einzelne Kind und seiner Familie möglich und deshalb
  zeitlich begrenzbar

Kompetenzvermittlung
- Erarbeitung von neuen Alltagsstrukturen und Strategien
- Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, Entwicklungsrückstände
  aufzuholen und Verhaltensauffälligkeiten abzubauen
- Die Eltern sollen am Vorbild neue Erziehungsverhaltensmuster
  lernen
- Elterntraining in Säuglings- und Kleinkinderpflege
- Eltern-Kind-Beziehung fördern und stabilisieren
- Individuelle Familienregeln aufstellen und umsetzen
- Gesundes Interaktions- und Konfliktverhalten für das
  Familiensystem entwickeln.

An die Kompetenzvermittlung kann sich eine Phase der Verselbständigung mit ambulanter Unterstützung anschließen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Das MitarbeiterInnenteam für das Familienhaus setzt sich aus erfahrenen pädagogischen Fachkräften (Diplom HeilpädagogenInnen, Diplom Sozial-PädagogenInnen, ErzieherInnen) zusammen und ist in das Gesamtteam der Einrichtung ein-gebunden. Unterstützt wird die Arbeit des Teams durch eine Diplom Psychologin und eine Kinder- und Jugendpsychiaterin.

Qualitätsentwicklung
Mit unserem Qualitätsentwicklungssystem moses begleiten, dokumentieren und beobachten wir unser pädagogisches Handeln. Dies ist die Voraussetzung für die Reflexion unserer Beobachtungsprozesse. Eltern und Kinder werden in die Überprüfung der Ergebnisse einbezogen. Dies schafft Toleranz, Vertrauen und Kooperation. In den Behandlungs-prozessen führt dies zu einer intensiven Anpassung an den individuellen Fall und einer Steigerung der Ergebnisqualität.

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