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Arbeitsweise / Vernetzung

Heilpädagogische Übungsbehandlung

In den Einrichtungen und Diensten der Stiftung Die Gute Hand wird die Heilpädagogische Übungsbehandlung als eine - um mit Otto Speck zu sprechen - "spezialisierte Pädagogik, bei der es im Besonderen um die Herstellung bzw. Wiederherstellung der Bedingungen für eine eigene Selbstverwirklichung und Zugehörigkeit, für den Erwerb von Kompetenzen und Lebenssinn, also um ein Ganz-Werden geht" (Speck; 1998) verstanden. Das macht ein Arbeiten mit den personalen und sozialen Symptomen, die die jungen Menschen und Erwachsenen mitbringen, unumgänglich, denn diese stehen ihnen in ihrer persönlichen Entwicklung von altersgemäßen Kompetenzen und Selbstheilungskräften im Wege. Aus diesem Verständnis heraus arbeiten wir nicht "gegen den Fehler - sondern für das Fehlende" (Moor; 1965). Heilpädagogen sind daher ein fester Bestandteil in allen pädagogischen Aufgabenfeldern.

Ziel ist der Aufbau von Fertigkeiten bei zeitgleichem Abbau von Störungen und Defiziten. Dies gelingt nachweislich am Nachhaltigsten in enger Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem.

Ganz konkret bedeutet dies, dass die Heilpädagogische Übungsbehandlung durch die Heilpädagogen in die Arbeit der interdisziplinären Teams eingebunden ist. In der Heilpädagogischen Übungsbehandlung finden eine Vielzahl von Methoden Anwendung, die sehr spezifisch, ganzheitlich und auf den jeweiligen Menschen ausgerichtet sowie in seine Lebensumwelt eingebettet sind.