Arbeitskreis

Arbeitsweise / Vernetzung

Berufliche Qualifizierung und Integration

Papierflieger vor blauem Himmel

So normal wie möglich, so speziell wie erforderlich: Unter diesem Motto steht die Berufsorientierung, Qualifizierung und Integration auf dem Arbeitsmarkt bei der Stiftung Die Gute Hand.

Sie ist ein wichtiger Bestandteil in der Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

 

Seit 2009: Arbeitskreis zur beruflichen Rehabilitation

Seit September 2009 hat die Stiftung Die Gute Hand eigens einen Arbeitskreis zur beruflichen Rehabilitation geschaffen, der regelmäßig tagt. Sein Ziel ist es, möglichst vielen Jugend­lichen durch eine individuelle und qualifizierte Begleitung die ihren Fähigkeiten entspre­chenden Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufzuzei­gen. Dabei ist die erfolgreiche Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf ein zentrales Thema. Es ste­hen die Kompetenzen jener Jugendlichen im Mittelpunkt, deren berufliche Perspektiven zwischen der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt liegen - manchmal auch unter­halb einer abgeschlossenen Ausbildung.

Psychische Störungen sind viel­seitige Zustandsbilder, die be­sonders bei jungen Menschen eine hohe Dynamik aufweisen. Sie variieren von starkem Rückzug (bei sozialen Ängsten) über sonder­liche und schwer erschließbare Verhaltensweisen (Autismus-Spektrum-Störungen) bis hin zu stark impulsiven Handlungen (Hy­perkinetische Störungen). Für die berufliche Rehabilitation und besonders für die Erstausbildung junger Menschen stellen sie auf­grund ihrer Inhomogenität, ihrer Dynamik und der damit verbun­denen Instabilität eine besondere Herausforderung dar.

Hauptziel der beruflichen Rehabilitation: Anschluss finden

Zwei Bewohner spannen Holz in je einen Schraubstock ein, um es zu bearbeiten

Damit die Ausbildung junger Rehabilitanden mit den oben ge­nannten Auffälligkeiten gelingen kann, stellt sich die Stiftung Die Gute Hand samt ihrer Mitarbeiter auf diese Gruppe besonders ein. Die Wahrnehmung der psychi­schen Probleme ist geschärft, die Regelwerke der Einrichtungen sind durch besondere unterstützende Angebote angepasst und werden in den Ausbildungs- und Betreuungsalltag integriert.

So vielfältig die Erscheinungsbil­der psychischer Erkrankungen und Formen zum Beispiel des Autismus'  der einzelnen Bewoh­ner sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen, die sich für die Arbeitswelt ergeben. So ist auch weniger die Orientierung an Abschlüssen das Leitziel, sondern vielmehr soll Anschluss gefun­den werden. Denn unabhängig vom Erreichen schulischer und/oder beruflicher Abschlüsse soll bei jeder Aufgabe der Nutzen für die weitere indi­viduelle berufliche Planung entscheidend sein.

Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben

Mit dem Angebot der Beruflichen Rehabilitation bereitet die Stiftung jun­ge Menschen auf ein selbstständiges Leben vor: "Wer arbeitet, wird gebraucht und gehört dazu." Selbstverständlich wird dabei eine organisierte Tagesstruk­tur erwartet. Die Begleitung der Bewohner auf diesem Weg ist eine Herausforderung und setzt Kreativität und manch­mal auch Mut zu unorthodoxen Lösungswegen voraus.