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Arbeitsweise/Vernetzung

Partizipation

Dies bedeutet, dass jeder Mensch nach seinen individuellen Interessen und Möglichkeiten die politischen, kulturellen und beruflichen Angebote der Gesellschaft nutzen können sollte.

Partizipation gilt als eigenständiges Recht. Mit dem Bundeskinderschutzgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft trat, wird das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Partizipation gestärkt.

Beteiligung gilt als nachgewiesener Wirkfaktor

Nach Forschungsergebnissen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen der Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach § 78SGB VIII gilt: Beteiligung gilt als nachgewiesener Wirkfaktor, im Hinblick auf Beteiligung im pädagogischen Alltag und bei der Gestaltung von Hilfeplangesprächen.

In den Einrichtungen und Diensten der Stiftung Die Gute Hand werden die betreuten Kinder, Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen an allen Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt. Dies verlangt, dass die pädagogischen Fachkräfte freiwillig einen Teil ihrer Entscheidungs- und Gestaltungsmacht an die betreuten Kinder, Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen abgeben, dass sie sich auf offene Prozesse einlassen und gleichzeitig die Verantwortung für die Dinge, die sich daraus ergeben, behalten. Grundvoraussetzung ist eine respektvolle Beziehung zwischen allen Beteiligten.

Verschiedene Formen der Beteiligung

In den Einrichtungen und Diensten der Stiftung Die Gute Hand haben sich verschiedene Formen der Beteiligung etabliert. Zu ihnen zählen:

  • Standardisierte Fragebögen mit dem Ziel der Selbsteinschätzung und anschließender Zielformulierung der Bewohner im Austausch mit den Bezugserziehern
  • Ziel- bzw. Erziehungsplanung (Vor- und Nachbereitung)
  • Hilfeplangespräche
  • Familienarbeit (Bewohner können Kontakte zu Eltern/Bezugspersonen mitgestalten)
  • Entwicklung einer beruflichen Perspektive, Hilfe zur Selbsthilfe
  • Persönliche Raumgestaltung
  • Gruppenversammlungen und die unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten (Beschwerderecht, Mitbestimmung bei der Auswahl der Mahlzeiten)
  • Beschwerdemanagement
  • Wahlpflicht bei den Freizeitangeboten
  • Bereitstellen von Ausstellungsmöglichkeiten für künstlerische Arbeiten von Bewohnern