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Behandelte Störungsbilder

ADS / ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die mit Symptomen der Unaufmerksamkeit, erhöhter körperlicher Unruhe sowie impulsivem Verhalten einhergeht.

Eine ADHS tritt bei ca. 5 bis 10 Prozent aller Kinder in Deutschland auf. Die Ursachen sind vielfältig. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass es sich um eine neurobiologische Erkrankung handelt, die genetische Ursachen hat und die unter dem Einfluss schwieriger psychosozialer Umstände entsprechend verstärkt werden kann. Der Ausprägungsgrad ist unterschiedlich. Zuweilen tritt die körperliche Unruhe in den Hintergrund, so dass dann von einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) gesprochen wird.

Die Behandlung erfolgt multimodal, d. h. unter Zuhilfenahme verschiedener Behandlungsbausteine. Die Behandlungsbausteine umfassen eine ausführliche Aufklärung des betroffenen Kindes bzw. des Jugendlichen sowie der Eltern, Beratung hinsichtlich des pädagogischen Umganges mit dem betroffenen Kind, eine verhaltenstherapeutisch-orientierten Psychotherapie sowie gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie, insbesondere mit Psychostimulanzien. Gehäuft können im Rahmen einer ADHS soziale Schwierigkeiten, aber auch emotionale Schwierigkeiten oder Teilleistungsstörungen (z. B. Lese-Rechtschreib-Störung) auftreten.