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Behandelte Störungsbilder

Essstörungen

In den Einrichtungen der Stiftung Die Gute Hand werden insbesondere Kinder und Jugendliche mit Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) betreut und bei Bedarf behandelt.

Die Magersucht kennzeichnet sich durch:

  • Ein Körpergewicht, das 15 Prozent unter dem Normalgewicht liegt  
  • Selbst herbeigeführter Gewichtsverlust
  • Betroffene Kinder und Jugendliche nehmen sich als zu dick wahr
  • Betroffene Kinder und Jugendliche haben eine ständige Angst, dick zu werden
  • Endokrine Störungen (zum Beispiel Ausbleiben der Menstruation bei Mädchen), Wachstumsstörungen und weitere

Die Bulimie kennzeichnet sich durch:

  • Fressattacken (mindestens zwei Mal pro Woche, mindestens drei Monate lang)
  • Den Zwang bzw. die Gier zu essen
  • Eine ständige Beschäftigung mit Essen
  • Entgegensteuern der Gewichtszunahme durch Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, Hungerperioden, Einnahme von Appetitzüglern, entwässernden Medikamenten (Diuretika), körperlicher Bewegung und mehr
  • Betroffene Kinder und Jugendliche nehmen sich als zu dick wahr

Die Folgen von Essstörungen

Seelische Folgen. Seelische Folgen können depressive Verstimmung, Kontrollbedürfnis (krankhaftes Kalorienzählen, übertriebenes Waschen, Aufräumen, Sparen) und Perfektionismus sein.

Körperliche Folgen. Körperliche Folgen können Stoffwechselveränderungen, ein dauerhaft niedriger Puls, Blutdruck und dauerhaft niedrige Körpertemperatur, Müdigkeit, Frieren, Verstopfung, Ausbleiben der Menstruation bei Mädchen, Osteoporose und eine Zunahme der Körperbehaarung ("Lanugobehaarung") sein.

Soziale Folgen. Als soziale Folgen ziehen sich Kinder und Jugendliche mit Essstörungen oft zurück.