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Behandelte Störungsbilder

Sprachbeeinträchtigungen

Zu den Sprachbeeinträchtigungen gehören die Artikulationsstörung, die expressive Sprachstörung sowie die rezeptive Sprachstörung. Bei der Artikulationsstörung liegen Schwierigkeiten vor, Sprache richtig auszusprechen; bei der expressiven Sprachstörung ist der Wortschatz des betroffenen Kindes deutlich verringert und bei einer rezeptiven Sprachstörung ist das Sprachverständnis des Kindes nicht ausreichend. Die Ausprägung der jeweiligen Sprachstörung wird auf die allgemeine Intelligenzleistung des Kindes bezogen.

3 bis 5 Prozent aller Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren leiden an einer Artikulationsstörung, 3 bis 5 Prozent an einer expressiven Sprachstörung, 2 bis 3 Prozent leiden an einer rezeptiven Sprachstörung. Als Ursachen für Sprachstörungen vermutet man hirnorganische Reifungsstörungen. Aufgrund der Tatsache, dass Sprachstörungen gehäuft in Familien auftreten können, gibt es Hinweise für einen genetischen Hintergrund. Eine verminderte Hörfähigkeit kann darüber hinaus zu Störungen in der Aussprache sowie einem verringerten Wortschatz führen. Die Behandlung umfasst die Aufklärung und Beratung des Kindes, bzw. des Jugendlichen und der Bezugsperson (Eltern, Erzieher und Lehrer) sowie eine Sprachförderung unter Berücksichtigung der folgenden Aspekte:

  • Aufbau und Erweiterung der Kommunikation auch mit anderen Mitteln als der gesprochenen Sprache sowie Verbesserung des Sprach-verständnisses,
  • Verbesserung der Verständlichkeit der gesprochenen Sprache und das Üben spezifischer Ausspracheprobleme.

Im Rahmen von Sprachstörungen treten gehäuft Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störungen, emotionale Störungen, Angststörungen, Störung des Sozialverhaltens, Teilleistungsstörungen (z. B. eine Lese-Rechtschreib-Störung) und Ausscheidungsstörungen auf.