Einrichtungen und Dienste

Häufig gestellte Fragen

FAQ - Häufig gestellte Fragen

In der Folge wird der besseren Lesbarkeit willen immer „der Helfer“ geschrieben. Damit ist sowohl der Familienhelfer als auch der Schulbegleiter gemeint und natürlich auch die Familienhelferin und die Schulbegleiterin.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Welche Ausbildung hat der Helfer? Kennt sich mein Helfer mit der Behinderung meines Kindes aus?

Unsere Mitarbeitenden sind alle bei uns vertraglich fest beschäftigt, wir haben keine Honorarkräfte. Das bedeutet alle Mitarbeitenden sind unter unserer Dienst- und Fachaufsicht. Die Mitarbeitenden sind alle fachlich ausgebildet: es gibt Sozialpädagogen, Diplompädagogen, Erzieher, Psychologen, Sozialarbeiter und Heilpädagogen. Viele haben zudem Zusatzausbildungen. Die Mitarbeitenden werden von der Aufnahmekoordination passend zu den Familien ausgewählt. Sollte Ihr Kind eine Behinderung haben, können Sie sicher sein, dass Ihr Helfer sich mit der Behinderung auskennt.

2. Sind Sie vom Jugendamt?

Nein, wir sind ein freier Jugendhilfeträger, der vom Jugendamt beauftragt wird. Das bedeutet: Sie haben einen Antrag beim Jugendamt auf Familienhilfe oder Schulbegleitung gestellt. Das Jugendamt hat überlegt, wer diese Hilfe ausführen könnte und bei uns angefragt, ob wir dies übernehmen können. Im Erstgespräch haben wir gemeinsam (Sie, das Jugendamt und wir) die Ziele unserer gemeinsamen Arbeit festgelegt. Das Jugendamt hat zudem festgelegt, wie viele Stunden pro Woche wir dafür zur Verfügung haben.

3. Was erfährt das Jugendamt? Schreiben die Helfer einen Bericht über uns?

In der Regel wurde bereits im Erstgespräch festgelegt, wann das nächste Hilfeplangespräch (HPG) stattfinden soll. Meist findet es nach sechs Monaten statt, manchmal nach drei Monaten. Für dieses Gespräch verfasst der Helfer, der mit Ihnen arbeitet, einen Sachstandsbericht. In dem Sachstandsbericht wird beschrieben, wie die Hilfe in Bezug auf die festgelegten Hilfeziele verläuft, d. h. welche Veränderungen stattgefunden haben, ob es besondere Schwierigkeiten gibt oder neue Entwicklungen, die die Hilfe beeinflussen. Außerdem wird beschrieben, inwieweit die Hilfeziele schon erfüllt wurden. Diesen Bericht bringt der Helfer mit zu Ihnen und geht ihn mit Ihnen durch. Erst danach wird er ans Jugendamt verschickt. Sollten Fehler im Bericht sein, können diese so korrigiert werden. Sollten Sie eine ganz andere Einschätzung haben und sich im Gespräch mit dem Helfer nicht einigen können, wird der Helfer Ihnen erklären, dass Sie eine persönliche Ergänzung zu dem Bericht verfassen können und dem Jugendamt schicken können. Damit stellen Sie sicher, dass auch Ihre Einschätzung im Jugendamt in die Akte neben unseren Bericht kommt.

4. Erzählt der Helfer dem Jugendamt alles weiter?

Nein. Dem Jugendamt werden nur die Informationen weitergegeben, die für die Erreichung der Hilfeziele relevant sind (Sachstandsbericht). Eine Ausnahme sind Situationen, in denen das Kindeswohl gefährdet ist und Sie trotz Aufforderung die Gefährdung nicht abstellen. Dann muss der Helfer die nötigen Informationen weitergeben, damit das Kindeswohl gesichert werden kann. Ziel ist die Sicherung des Wohles Ihres Kindes. Wenn der Helfer also etwas entdeckt, was das Kindeswohl gefährdet, wird er als erstes Sie ansprechen (Beispiel: „Da ist eine Steckdose, wo die Kabel heraushängen. Sie ist für Ihr Kleinkind zugänglich. Das ist lebensgefährlich, daher müssen wir schnell die Steckdose unzugänglich machen und Sie müssen dafür sorgen, dass sie repariert oder verschlossen wird.“). Sollten Sie dann die Gefährdung nicht beenden, muss die Information an das Jugendamt weitergegeben werden (siehe Frage 8: „Nehmen Sie uns die Kinder weg?“).

5. Was passiert im Hilfeplangespräch (HPG)?

Im HPG kommen Sie als Familie, Helfer, Bereichsleiter des Helfers, Jugendamt und eventuell noch andere Helfer in Ihrer Familie zusammen und besprechen den Verlauf der Hilfe. Sie als Familie werden gefragt, wie es für Sie gelaufen ist und wie es Ihnen aktuell geht. Der Helfer erzählt, was gemacht wurde und wie wir die Situation einschätzen (siehe Sachstand). Zusammen mit dem Jugendamt wird die Erreichung der Ziele überprüft und festgelegt ob die Arbeit noch weiterlaufen soll und wenn ja, mit welchen Zielen. Manchmal bleiben die Ziele einfach weiter bestehen, manchmal sind im Laufe der Arbeit andere Ziele wichtiger geworden.

6. Kontrollieren die Familienhelfer meinen Kühlschrank?

Nein. Wir kontrollieren weder Ihren Kühlschrank, noch irgendwelche anderen Schränke oder Zimmer. Wir kontrollieren nur dann Ihren Kühlschrank, wenn es im Jugendamt explizit so festgelegt wurde.

7. Muss immer aufgeräumt sein, damit man mir nicht die Kinder wegnimmt? Muss ich immer Kaffee und Kuchen anbieten?

Nein. Weder noch. Sollte der Aufbau angemessener Hygiene Teil der Zielvereinbarung sein, dann wird dies im Hilfeplangespräch offen besprochen. Ansonsten arbeiten wir mit Ihnen in Ihrem Alltag, wir sind keine "Sonntagsveranstaltung". Im Alltag ist weder immer aufgeräumt, noch gibt es jeden Tag Kaffee und Kuchen. Generell müssen Sie uns nicht versorgen, sondern wir kommen, damit es Ihnen besser geht.

8. Nehmen Sie uns die Kinder weg?

Nein. Wir nehmen keine Kinder weg. Da die Angst aber sehr häufig ist, möchten wir über diesen Punkt etwas ausführlicher schreiben:

Ziel unserer Arbeit ist immer, dass es Ihrem Kind besser geht, es sich besser entwickelt. Das erreichen wir mit Ihnen entweder, in dem das Kind gefördert wird und/oder in dem Sie als Eltern gefördert und/oder entlastet werden.

Gundsätzlich wird unterschieden, ob die Hilfe, die wir bei Ihnen leisten, für Sie freiwillig oder unfreiwillig ist.

Wenn die Hilfe für Sie freiwillig ist, dann können Sie auch jederzeit die Hilfe beenden. Sie müssen dann auch keine Kosten im Nachhinein übernehmen. Solange die Hilfe läuft, sind die Termine aber verbindlich, da sonst keine konstruktive Arbeit möglich ist. (à siehe 17. „Muss ich die Termine einhalten?“)

Wenn die Hilfe für Sie unfreiwillig ist, dann hat das Jugendamt entweder einen „Verdacht auf Kindeswohlgefährdung“ oder bereits eine Kindeswohlgefährdung festgestellt, sofern nicht bestimmte Aufträge erfüllt werden. In diesem Fall hat das Jugendamt mit Ihnen keine Ziele vereinbart, sondern hat Ihnen Aufträge erteilt. Sollten Sie die Aufträge nicht erfüllen, behält sich das Jugendamt vor, dann das Familiengericht einzuschalten oder bei akuter Gefährdung Ihr Kind in Obhut zu nehmen.

Sollte die Hilfe für Sie unfreiwillig sein, dann sind Sie darüber auf jeden Fall schriftlich informiert, denn die Aufträge werden immer schriftlich auch ausgeteilt. Darin steht dann auch, welche Rolle und Aufgabe wir dabei haben. Wenn wir dabei eine Aufgabe haben, zum Beispiel zu kontrollieren ob Sie etwas zur Auftragserfüllung umgesetzt haben oder nicht oder Sie dabei zu unterstützen/begleiten dann sind wir verpflichtet, dem Jugendamt diese Informationen weiterzugeben. Sollte die Hilfe für Sie unfreiwillig sein, dann können Sie die Hilfe nicht einfach beenden und Sie sind verpflichtet die Termine wahrzunehmen. Auch in diesem Fall ist weiterhin Ziel des Helfers, dass es Ihrem Kind besser geht und es sich gut entwickelt und auch in diesem Fall möchte der Helfer mit Ihnen gemeinsam erarbeiten, wie das am besten ermöglicht werden  kann. Wenn Sie unsicher darüber sind, was der Helfer tut oder nicht tut – bitte fragen Sie ihn!

9. Was passiert, wenn der Helfer einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung hat?

Egal ob die Hilfe freiwillig oder unfreiwillig ist, kann es vorkommen, dass der Helfer sich im Laufe der Arbeit nicht sicher ist, ob das Wohl Ihres Kindes ausreichend gesichert ist und ob die aktuellen Maßnahmen dafür ausreichen. Dann passiert folgendes: Der Helfer spricht Sie an und teilt seine Bedenken mit. Gemeinsam mit Ihnen wird dann erarbeitet, wie das Kindeswohl gesichert werden kann. Außerdem bespricht sich der Helfer mit seinem Team und lässt sich noch mal Impulse von außen geben.

Manchmal reicht das nicht aus, manchmal bleibt beim Helfer ein schlechtes Gefühl oder die von Ihnen vorgenommenen Änderungen reichen nicht aus bzw. wurden gar nicht vorgenommen. Dann wird der Helfer zusammen mit seinem Team eine sogenannte „Risikoeinschätzung“ vornehmen. Dabei wird gemeinsam mit einer Kinderschutzfachkraft ein Bogen ausgefüllt zur „Prüfung und Sicherung des Kindeswohls“. Am Ende der Einschätzung werden Empfehlungen zur Sicherung des Kindeswohls erarbeitet. Wenn am Schluss eine Gefährdung eingeschätzt wird, dann wird der Bogen dem Jugendamt weitergeleitet. Die Ergebnisse des Bogens werden auch Ihnen mitgeteilt. Das Jugendamt trifft dann eine eigene Einschätzung, ob eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt oder nicht. Falls nicht, läuft alles weiter wie bisher. Falls ja, kann das Jugendamt Ihnen Aufträge erteilen. Falls Ihr Kind vom Jugendamt als akut gefährdet eingeschätzt wird, wird Ihr Kind in Obhut genommen. Wenn Sie wissen möchten, wie unser Bogen zur „Prüfung und Sicherung des Kindeswohls“ aussieht, dann sprechen Sie Ihren Helfer an. Er bringt dann den Bogen mal mit und kann ihn Ihnen erklären oder mit Ihnen gemeinsam durchgehen.

10. Haben die Helfer Schweigepflicht?

Ja und nein. Dem Jugendamt gegenüber nicht – siehe oben. Mitgeteilt wird aber nur das, was relevant ist für die Arbeit an den Zielen oder bei akuter Kindeswohlgefährdung. Der Helfer wird nicht beim Jugendamt anrufen, um ihm mitzuteilen, dass Sie gestern mit Ihrem Kind geschimpft haben oder die Spüle nicht sauber war.

Allen anderen Institutionen und Menschen gegenüber hat der Helfer Schweigepflicht. Um daher zum Beispiel mit den Lehrern oder dem Kinderarzt sprechen zu können müssen Sie unser Formular zur Schweigepflichtentbindung unterschreiben.

11. Was mache ich, wenn ich unzufrieden bin mit der Hilfe?

Wenn Sie unzufrieden sind, dann teilen Sie dies bitte möglichst schnell mit. Es ist normal, dass man nicht mit allem einverstanden ist. Manchmal ist auch „der Wurm drin“. Hilfe kann aber nur gelingen, wenn Unzufriedenheiten benannt werden und Lösungen gesucht werden. Daher sind wir froh, wenn Sie nicht darauf sitzen bleiben, sondern offen mit uns sprechen.

Dafür stehen Ihnen folgende Wege offen:

  • Sie sprechen direkt mit dem Helfer und versuchen mit ihm Ihre Unzufriedenheit zu klären.
  • Sie rufen die Bereichsleitung an (je nach Standort Frau Albrecht, Frau Beckers, Frau Imhof oder Frau Lieb) und erläutern Ihre Unzufriedenheit.
  • Sie rufen die Leitung Ambulante Dienste Frau Wolff an.
  • Sie rufen beim Jugendamt an. 

Sollten Sie trotz Gesprächen mit uns und dem Jugendamt keine Klärung herbeiführen können, können Sie sich für Sie kostenlos bei unserer externen Ombudsstelle NRW melden. Flyer liegt bei!

Für Ihr Kind gibt es den „Parti-Helfer“, den es anrufen kann, wenn es unzufrieden ist. Der „Parti-Helfer“ (Parti kommt von Partizipation – Teilhabe) ist ein Pädagoge, der von den Kindern für 2 Jahre jeweils gewählt wird und für die Kinder eine Beschwerdestelle ist.

12. Kann ich mitbestimmen, worüber geredet wird? Muss ich alles erzählen oder alles beantworten?

Sie müssen unbedingt mitbestimmen, worüber mit Ihnen geredet wird, denn es ist ja eine Hilfe für Sie und Ihr Kind. Wenn Sie sich nicht in die Hilfe einbringen, dann wird sie wertlos, denn Sie und Ihr Kind sind ja diejenigen, die die Veränderungen im Alltag umsetzen müssen. Nur durch Ihre Mitarbeit wird die Hilfe hilfreich sein. Ansonsten würde es reichen, wenn Sie einen Ratgeber lesen. Dabei bestimmen Sie wieviel Sie uns erzählen. Wir sind weder vor Gericht noch beim Verhör.

13. Was passiert, wenn mir etwas empfohlen wird und ich möchte das nicht machen?

Dann sagen Sie uns das und wir suchen gemeinsam nach einer anderen Möglichkeit, die für Sie passender ist. Oder Sie probieren es vielleicht doch mal aus und sind überrascht von dem Ergebnis.

14. Muss ich etwas bezahlen?

Die Arbeit an sich wird vom Jugendamt bezahlt. Sie selber bezahlen eventuell auftretende Material- oder Eintrittskosten. Wenn der Helfer mit Ihrem Kind z. B. ins Schwimmbad geht, dann bezahlen Sie den Eintritt für Ihr Kind. Wenn Sie z. B. gemeinsam mit dem Helfer einen Kuchen backen wollen, dann stellen Sie die Zutaten. Solche Aktionen werden mit Ihnen gemeinsam geplant, so dass Sie bitte direkt Bescheid geben, wenn etwas für Sie zu teuer ist. Dann suchen wir eine bezahlbare Alternative oder gucken, ob es mögliche Spendengelder gibt.

15. Muss ich alles bezahlen, wenn ich die Hilfe nicht mehr will?

Nein. Siehe oben bei Frage 8. „Nehmen Sie uns die Kinder weg?“.

16. Wie lange muss ich die Hilfe behalten?

Wenn die Hilfe freiwillig ist, dürfen Sie sich jederzeit beim Jugendamt melden und die Hilfe beenden. Wenn Sie unfreiwillig ist, steht in der Regel in den Aufträgen der weitere Verlauf.

17. Muss ich die Termine einhalten?

Ja, bitte. Um eine gute Hilfe zu gewährleisten und um konstruktiv arbeiten zu können ist eine Verbindlichkeit in den Terminen wichtig. Der Helfer wird versuchen mit Ihnen möglichst passende Termine zu finden. Natürlich kann auch mal ein Termin ausfallen durch Krankheit oder Unvorhergesehenes. Ein Besuch der Freundin oder ein Friseurbesuch sind dagegen keine Absagegründe. Bitte bedenken Sie, dass kurzfristige Absagen unter 24h dem Jugendamt in Rechnung gestellt werden. Bitte bedenken Sie auch, dass Absagen generell die Arbeitszeiten des Mitarbeitenden durcheinander bringen, der die Zeit für Sie mit Hin- und Rückfahrt eingeplant hat.

18. Bei Schulbegleitung: Was passiert wenn mein Kind krank ist?

Wenn Ihr Kind krank wird, dann informieren Sie morgens bitte schnell den Schulbegleiter, damit er nicht umsonst zur Schule fährt. Wegen der 24h-Absage-Regel (siehe Frage 17: „Muss ich die Termine einhalten?“) können die Schulbegleiter an den darauf folgenden Tagen nicht auf Abruf stehen und damit „spontan mal gucken, wie es sich entwickelt“. Bitte geben Sie daher Bescheid, ob es vermutlich eine Erkrankung über mehrere Tage ist oder ob Sie nur für den heutigen Tag krankmelden.

19. Was passiert wenn der Schulbegleiter krank ist?

Wenn der Schulbegleiter krank ist, sagt er Ihnen und der Schule genauso morgens Bescheid. Die Schule entscheidet für sich, ob Ihr Kind auch ohne Schulbegleiter beschulbar ist. Dies wird aber in der Regel schon vor dem akuten Krankheitsfall besprochen. Bei längeren Erkrankungen oder in Urlaubszeiten bemühen wir uns um eine Vertretung.

20. Helfen Sie auch am Wochenende?

Nein. Die Arbeitszeiten der Helfer sind von montags bis freitags. Wenn Sie am Wochenende Hilfe benötigen, besprechen Sie dies bitte mit dem Helfer. Dann können Sie gemeinsam gucken, wer am Wochenende Hilfe anbietet.

21. Darf ich den Helfer wechseln?

Sie dürfen auf jeden Fall ihre Unzufriedenheit mitteilen. Die Bereichsleitung wird mit Ihnen dann besprechen, ob ein Helferwechsel möglich ist oder nicht. Manchmal ist auch kein Wechsel möglich, weil kein anderer passender Helfer freie Kapazitäten hat. Die Entscheidung, ob ein Helferwechsel möglich ist oder nicht liegt bei der Bereichsleitung. Die Entscheidung ob Sie sich mit dem Helfer eine Hilfe vorstellen können, liegt bei Ihnen.

22. Muss ich dabei sein, wenn sich der Helfer mit meinem Kind trifft?

Das kommt auf das Hilfeziel an. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bitte Ihren Helfer!

23. Reparieren Sie mein Kind?

Ja, sie bekommen es dann repariert, gewaschen und geföhnt zurück :-)

Natürlich wissen Sie, dass das leider nicht geht. Dahinter steckt aber oft der Wunsch nach einer schnellen Lösung. Leider gibt es die selten. Und noch seltener ohne Mitwirkung der Eltern. Aber wir können Ihnen versprechen, dass wir den Weg zur Lösung mit Ihnen gemeinsam gehen und Sie nicht alleine gehen müssen.

24. Gibt es auch Freizeiten oder andere Gruppenangebote?

Die Angebote hängen vom Standort ab, wo Sie wohnen. Wenn Sie daran interessiert sind, sprechen Sie bitten Ihren Helfer an.

25. Was unterscheidet den Schulbegleiter vom Lehrer?

Der Lehrer hat einen Bildungsauftrag. Der Schulbegleiter hat den Auftrag Ihrem Kind die Teilhabe am Schulleben zu ermöglichen. Das bedeutet: Dass Ihrem Kind Mathe beigebracht wird, ist Aufgabe des Lehrers. Dass Ihr Kind am Unterricht teilnehmen kann, im sozialen Miteinander mit den Mitschülern zurechtkommt und weiß, wohin es in der Pause gehen kann, ist Aufgabe des Schulbegleiters.

26. Kann mein Kind trotzdem Abitur machen?

Das hängt von Ihrem Kind ab. Es gibt Kinder mit Asperger-Syndrom die Abitur machen und Kinder, die das nicht tun. Da die Anforderungen hier sehr hoch werden und für die Kinder in der Regel großen Stress bedeuten, sind es weniger Kinder, die Abitur machen, als diejenigen, die einen anderen Abschluss machen. Was für Ihr Kind möglich und vor allem wünschenswert ist werden Sie im Verlauf der Schulzeit beobachten.

27. Kriege ich Hilfe im Haushalt oder bei den Ämtern?

Auch dies hängt von den Hilfezielen ab. Wir begleiten Sie gerne zu Ämtern oder helfen Ihnen mit Anträgen. Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Haushaltsführung haben, dann hilft der Helfer Ihnen. Er wird Ihnen nicht die Wohnung putzen, aber er wird dabei helfen, entsprechende Hilfen zu beantragen oder Ihnen helfen, es selbst zu schaffen. Und bei Not am Mann wird er auch mal mit anpacken.

28. Werde ich von der Arge befreit, wenn ich Termine mit dem Helfer habe? Stellen Sie Bescheinigungen aus?

Nein. Wir dürfen keine Bescheinigungen ausstellen für die Arge oder sonstige Institutionen. Termine mit uns entbindet Sie auch leider nicht von möglichen Verpflichtungen der Arge gegenüber.

29. Sie haben noch eine Frage, die Sie hier nicht gefunden haben?

Bitte sprechen Sie Ihren Helfer oder die zuständige Bereichsleitung an. Wir wünschen uns eine offene und vertrauensvolle Kommunikation und möchten uns das mit Ihnen gemeinsam erarbeiten.