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Einrichtungen und Dienste

Erfahrungen der Stipendiaten

Mai 2017 

Nach fast einem Jahr mit Flex NRW haben wir die Stipendiatin Alina K. gefragt, wie es ihr ergangen ist ...

Wie hast du dich vor den schriftlichen Prüfungen gefühlt? Warst du eher nervös oder eher zuversichtlich? Falls du nervös gewesen bist, was hat dir gegen deine Nervosität geholfen?

Ich war total nervös vor den schriftlichen Prüfungen. Ich habe dagegen Globulis genommen und Musik gehört um mich zu beruhigen. Außerdem war es gut, dass mir meine Fachlehrer vorher erzählt haben, dass ich mir keine Sorgen machen muss, da ich den Lehrstoff beherrsche und ich die Probeprüfungen gut gemeistert habe. Meine Familie hat mir auch sehr geholfen nicht so sehr nervös zu sein und zwar durch gutes zu reden.

Du hast vier schriftliche Prüfungen in Deutsch, Englisch, Geschichte und Mathematik gemeistert. Welches Fach fiel dir leicht und welches schwer? Warum?

Einfach fielen mir die Prüfungen in Deutsch und Mathematik. Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht, war aber noch ok. Am schwierigsten war die Prüfung in Englisch, weil die Prüfungsaufgaben im Hörverstehen unverständlich waren und  das Thema Apartheid in Afrika nie im Lernstoff vorkam, so dass man manche Vokabeln nicht kannte oder nicht verstand, was aber nicht an der Flex-Fernschule lag sondern an der Prüfung selbst. Das fand ich persönlich schade, da ich Englisch am liebsten mache und mir am leichtesten fällt.

Bis zu deinen mündlichen Prüfungen Anfang Juli sind es noch etwa fünf Wochen. Wie bereitest du dich darauf vor?

Ich nutze den Lernstoff den ich von meinen Fachlehrern noch bekomme und bekommen habe. Außerdem lerne ich mit Karteikarten die ich mir zu bestimmten Themen gemacht habe. Damit ich flüssig und gut rede, präsentiere ich meine selbst Vorstellung in Englisch meiner Familie so oft wie es geht. Es war auch sehr hilfreich am Vorbereitungstag in Köln, dass die mündliche Prüfung einmal simuliert wurde.

Wie sieht deine Perspektive nach dem Erhalt der Mittleren Reife aus?

Momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf die Schule und auf die Prüfungen, deshalb habe ich noch keine Idee was ich danach machen möchte. Wahrscheinlich werde ich aber eine Ausbildung machen. In welchem Beruf weiß ich noch  nicht, aber eher was im kreativen Bereich oder wo man viel Englisch spricht. 

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Juni 2016

Die neue Stipendiatin der Flex-Fernschule NRW, die mit dem Stipendium der Hahn Gruppe gefördert wird, heißt Alina K. In einer Fragerunde schildert sie ihre ersten Eindrücke:

Wie hast du dich gefühlt als du erfahren hast, dass du das Stipendium bekommen hast?
Ich habe mich mega darüber gefreut.

Wie strukturierst  du deinen "Lerntag"? Hast du z. B. feste Lernzeiten oder arbeitest du mit dem Wochenplan?
Ich lerne morgens von 09:00 Uhr manchmal auch 10:00 Uhr bis abends 17:00 Uhr oder 18:00 Uhr.

Wo lernst du? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich lerne an meinem Schreibtisch, der in meinem Zimmer steht.

Bereitet dir etwas besondere Mühe?
Nein, momentan nicht.

Wo kann Flex NRW dich noch besser unterstützen und wo fühlst du dich bereits gut unterstützt?
Ich fühle mich sehr gut unterstützt und momentan kann mich Flex NRW nicht besser unterstützen.

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Juli 2014

Liebe Mitverfolger des Lernprozesses unseres Stipendiaten,

mit dem Erhalt des Stipendiums bekam Timos Zukunftsperspektive eine Struktur. Die vielen Baustellen und Kämpfe mit den Behörden erledigten sich dadurch und er hatte endlich wieder eine Perspektive und konnte zur Ruhe kommen. Timo begann aktiv am Leben teilzunehmen und knüpfte so auch neue soziale Kontakte. Mittlerweile hat sich Timo so gut erholt und reintegriert, dass er sich nun bereit fühlt, den Schritt zurück in eine staatliche Schule zu gehen. Wir gratulieren aus vollem Herzen und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiterem Weg.

 

März 2014

Wie ist es dir in den letzten Wochen gegangen?
In den Letzten Wochen waren die Aufgaben zu einfach, so das ich alle in unter 60 Minuten meist schaffe. Dadurch geht etwas die Motivation Flöten, aber sonst sind die Wochen relativ Gut Verlaufen.

Ist die Motivation noch so groß wie am Anfang?
Es hält sich in grenzen, da die Aufgaben zu einfach sind wie ich bereits geschrieben hatte.

Wie kommst du mit den Unterlagen zurecht?
Ich komme Sehr gut damit zurecht.

Was findest du gut, was findest du nicht so gut?
Das die Aufgaben zu einfach sind, ich so eigentlich gar nichts Lerne und das die Aufgaben mir etwas zu Bunt gestaltet sind, ich habe es lieber wenn es einfach Schwarz Weiß ist und ich einfach die Aufgaben Abarbeiten kann ohne viel Schnick Schnack.

 

Januar 2014

Wie hast Du dich gefühlt, als Du erfahren hast, dass Du ein Stipendium für das Lernen mit der Flex-Fernschule bekommen hast?
Ich war positiv überrascht, habe mich gefreut und hatte Vorfreude auch wenn man es mir nicht wirklich angemerkt hat.

Für die Übergabe des Einstufungstest bist Du mit deinem Vater zur Flex-Fernschule nach Köln gekommen. Was ging Dir dort durch den Kopf?

Mir selber ging nicht sehr viel durch denn Kopf, ich habe einfach alles auf mich zu kommen lassen.

Was hast Du gemacht, als Du zu Hause warst? (gleich bearbeitet oder gewartet)
Ich habe mir die Aufgaben erst mal angeguckt und etwas später dann bearbeitet.

War der Einstufungstest so, wie Du ihn dir vorgestellt hast?
Der Einstufungstest war in etwa so wie ich es mir vorgestellt habe, viele aufgaben die einfach schon Jahre zurückliegen und ich deshalb vieles nicht mehr wusste.

War er einfach/schwer zu bearbeiten?
Für mich war es relativ schwer zu bearbeiten, da die meisten aufgaben einfach schon viel zu lange zurück liegen.

Wie geht es Dir im Moment?
Ich freue mich das es endlich losgeht im nächsten Monat und fühle mich soweit gut außer das ich etwas erkältet bin.

 

Vorgeschichte

Lange hatte der Vater des 17-jährigen Jungen, der an einer auditiven Wahrnehmungsstörung und an einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) leidet, für die Schulbildung seines Sohnes gekämpft und hatte, so sagt er, "die Hoffnung schon aufgegeben". Dass durch das Stipendium der Hahn Gruppe die Möglichkeit der externen Beschulung durch die Flex-Fernschule NRW nun Wirklichkeit wurde, ist das "schönste Geschenk in diesem Jahr", so der dankbare Vater.

Seit sein Sohn die Schule vor zwei Jahren in der 8. Klasse - nach mehreren Schulwechseln im Regel- und Förderschulbereich - verlassen hatte, ging er nicht mehr in die Schule. Und das, obwohl sein größter Wunsch ein Schulabschluss ist. Als neuer Flex-Schüler hat er sehr konkrete Pläne für seine weitere Laufbahn: Hauptschulabschluss, dann Realschulabschluss und im Anschluss daran das Fachabitur. Die Hahn Gruppe eröffnet ihm hierfür den Weg.

Mit dem Stipendium erhielt der 17-Jährige "sozusagen als Startschuss" einen Einstufungstest. Diesen muss er - vollkommen ohne zeitlichen Druck - absolvieren und dann an die Flex-Fernschule NRW zurücksenden, damit festgestellt werden kann, auf welchem Level er das Lernen für den Hauptschulabschluss beginnen wird.

Um alle an seinem Lernfortschritt teilhaben zu lassen, wird der Hahn-Stipendiat ab Anfang 2014 regelmäßig über seine Erfahrungen berichten.