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Arbeitsweise/Vernetzung

Bildung

Aufgeschlagenes Mathematikbuch

Die Kinder und Jugendlichen des Heilpädagogischen Kinderdorfs Biesfeld, Haus Hermann-Josef Köln und Haus Nazareth Leverkusen gehen entweder in eine externe Schule oder besuchen die stiftungseigene Förderschule Die Gute Hand mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. An den drei Schulstandorten in Kürten-Biesfeld, Leverkusen und Köln können die Schüler dort die Schulabschlüsse der Hauptschule nach Klasse 9 und 10A, 10B sowie des Bildungsgangs Lernen erwerben. 

Drei Schulstandorte: Kürten-Biesfeld, Leverkusen, Köln

Am Schulstandort des Heilpädagogischen Kinderdorfs Biesfeld werden rund 100 Schüler in acht Stamm- und vier Intensivschulklassen unterrichtet. Am Schulstandort Leverkusen lernen rund 50 Schüler in zwei Stamm- und fünf Intensivschulklassen, während am Schulstandort Köln zwei jahrgangsübergreifende Lerngruppen von Schülern ab der siebten Jahrgangsstufe unterrichtet werden.

Fachliche Schulbegleitung / Integrationsassistenz

Darüber hinaus bietet die Stiftung Die Gute Hand über die Ambulanten Erziehungshilfen die Möglichkeit der Fachlichen Schulbegleitung / Integrationsassistenz, um Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen in schulische Abläufe und in die Klassengemeinschaft zu integrieren. Auch gibt es die Möglichkeit, Teilleistungsschwächen auszugleichen oder Lehrer zu beraten, die ein Kind oder einen Jugendlichen mit seelischer Behinderung unterrichtet.

Papierflieger vor blauem Himmel

So normal wie möglich, so speziell wie erforderlich: Unter diesem Motto steht die Berufsorientierung, Qualifizierung und Integration auf dem Arbeitsmarkt bei der Stiftung Die Gute Hand.

Sie ist ein wichtiger Bestandteil in der Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Seit 2009: Arbeitskreis zur beruflichen Rehabilitation

Seit September 2009 hat die Stiftung Die Gute Hand eigens einen Arbeitskreis zur beruflichen Rehabilitation geschaffen, der regelmäßig tagt. Sein Ziel ist es, möglichst vielen Jugend­lichen durch eine individuelle und qualifizierte Begleitung die ihren Fähigkeiten entspre­chenden Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufzuzei­gen. Dabei ist die erfolgreiche Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf ein zentrales Thema. Es ste­hen die Kompetenzen jener Jugendlichen im Mittelpunkt, deren berufliche Perspektiven zwischen der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt liegen - manchmal auch unter­halb einer abgeschlossenen Ausbildung.

Psychische Störungen sind viel­seitige Zustandsbilder, die be­sonders bei jungen Menschen eine hohe Dynamik aufweisen. Sie variieren von starkem Rückzug (bei sozialen Ängsten) über sonder­liche und schwer erschließbare Verhaltensweisen (Autismus-Spektrum-Störungen) bis hin zu stark impulsiven Handlungen (Hy­perkinetische Störungen). Für die berufliche Rehabilitation und besonders für die Erstausbildung junger Menschen stellen sie auf­grund ihrer Inhomogenität, ihrer Dynamik und der damit verbun­denen Instabilität eine besondere Herausforderung dar.

Hauptziel der beruflichen Rehabilitation: Anschluss finden

Im Hintergrund bearbeitet ein Bewohner das Holz, im Vordergrund sind zwei Hände, die ein Stück Holz im Schraubstock einspannen

Damit die Ausbildung junger Rehabilitanden mit den oben ge­nannten Auffälligkeiten gelingen kann, stellt sich die Stiftung Die Gute Hand samt ihrer Mitarbeiter auf diese Gruppe besonders ein. Die Wahrnehmung der psychi­schen Probleme ist geschärft, die Regelwerke der Einrichtungen sind durch besondere unterstützende Angebote angepasst und werden in den Ausbildungs- und Betreuungsalltag integriert.

So vielfältig die Erscheinungsbil­der psychischer Erkrankungen und Formen zum Beispiel des Autismus'  der einzelnen Bewoh­ner sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen, die sich für die Arbeitswelt ergeben. So ist auch weniger die Orientierung an Abschlüssen das Leitziel, sondern vielmehr soll Anschluss gefun­den werden. Denn unabhängig vom Erreichen schulischer und/oder beruflicher Abschlüsse soll bei jeder Aufgabe der Nutzen für die weitere indi­viduelle berufliche Planung entscheidend sein.

Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben

Mit dem Angebot der Beruflichen Rehabilitation bereitet die Stiftung jun­ge Menschen auf ein selbstständiges Leben vor: "Wer arbeitet, wird gebraucht und gehört dazu." Selbstverständlich wird dabei eine organisierte Tagesstruk­tur erwartet. Die Begleitung der Bewohner auf diesem Weg ist eine Herausforderung und setzt Kreativität und manch­mal auch Mut zu unorthodoxen Lösungswegen voraus.