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Aufnahmegruppe Michael

Die Aufnahmegruppe Michael (ANG Michael) bietet durch eine vorhersehbare Alltagsstruktur und klare Regeln, Absprachen und Rituale eine verlässliche Orientierung im Alltag. Es findet eine engmaschige, fachkompetente Begleitung in den Alltagsabläufen statt, mit dem Ziel, einerseits einen Schutzraum zu bieten, andererseits der Erhebung wichtiger Daten um ein möglichst optimales Angebot zu finden. Die Kinder bzw. Jugendlichen werden in sozialen Situationen und sozialen Kontakten, Konflikten und Krisen für die Erweiterung von sozialen Kompetenzen angeleitet und begleitet. Es findet eine Hausaufgabenbetreuung und Förderung schulischer Inhalte statt.

Zielgruppe

In dieser Wohnform werden koedukativ Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren betreut, die infolge einer individuellen, sozialen oder gesellschaftlichen Problematik in ihrer Herkunftsfamilie überfordert oder gefährdet sind und die generell in das Profil des Heilpädagogischen Kinderdorfes passen. Im Unterschied zu Clearinggruppen und Inobhutnahme-Stellen finden nur Kinder und Jugendliche Aufnahme, bei denen feststeht, dass eine vollstationäre Unterbringung notwendig ist, jedoch noch nicht ersichtlich ist, welches Angebot das richtige ist.

Während der drei bis sechsmonatigen Verweildauer wird mit allen Beteiligten und unter Zuhilfenahme der Ressourcen der Einrichtung, die klinische und sozialpädagogische Diagnose auf Vollständigkeit überprüft und bei Bedarf komplettiert.

Aufnahmevoraussetzung

  • Der Bedarf einer vollstationären Unterbringung wurde festgestellt.
  • Das Kind bzw. die/der Jugendliche und die Eltern sind grundsätzlich zu einer Zusammenarbeit bereit und damit einverstanden, dass nach relativ kurzer Zeit eine Verlegung in eine andere vollstationäre Gruppe stattfindet.

Besonderheiten

In der Aufnahmegruppe Michael werden vorherige Anamneseangaben gesichtet und ggf. ergänzt. Gleiches gilt für Diagnoseverfahren. Ziel bei Aufnahme in die ANG Michael ist der Schutz der Kinder und Jugendlichen, falls der derzeitige Betreuungsort eine gesunde Entwicklung erheblich beeinträchtigt und das passende spezialisierte Angebot in unserer Einrichtung noch nicht ermittelt ist oder noch nicht zur Verfügung steht. Während des Aufenthaltes geht es um die Vermittlung in das passende stationäre Setting. Hierzu werden die Diagnosen und Entwicklungsstände erhoben und ggf. ergänzt. Zudem werden Risiken und Ressourcen des familiären Umfeldes erfasst und die Perspektivklärung und Zukunftsplanung initiiert. Auch eine Anbindung an interne therapeutische Angebote kann erfolgen. Zudem besuchen die Kinder bzw. Jugendlichen die einrichtungsinterne Förderschule Die Gute Hand.

Die Räumlichkeiten

Bei der Wohnform handelt es sich um eine vollstationäre Wohngruppe mit sieben Betreuungsplätzen. Das Gebäude befindet sich auf dem Gelände des Heilpädagogischen Kinderdorfes Biesfeld. In der Gruppe stehen den Kindern, Jugendlichen und den pädagogischen Fachkräften sieben Einzelzimmer, mehrere Bäder, ein Esszimmer sowie eine Küche, ein Wohnzimmer, Dienst- und Schlafzimmer für die pädagogischen Fachkräfte, Außenbereich, Wirtschaftsräume, Internetzugang zur Verfügung. Zugleich besteht die Möglichkeit der Nutzung der übergeordneten Räume des Heilpädagogischen Kinderdorfs Biesfeld.

Betreuungsinhalte

  • Emotionale Stabilisierung
  • Anleitung, Begleitung und Reflexion von sozialen Situationen und sozialen Kontakten, Konflikten und Krisen für die Erweiterung von sozialen Kompetenzen
  • Hausaufgabenbetreuung und Förderung schulischer Inhalte
  • Erhebung von Kompetenzen und Defiziten
  • Vielfältige Sport- und Freizeitangebote zur Selbstwertstärkung
  • Anbahnung von Kontakten ins Heilpädagogische Kinderdorf Biesfeld

Störungsspezifischen Herausforderungen werden berücksichtigt und bearbeitet.